BILL VIOLA − 
INSTALLATIONEN

2. JUNI − 10. SEPTEMBER 2017 IN DER HALLE FÜR AKTUELLE KUNST


Im Rahmen des Reformationsjubiläums 2017 zeigen die Deichtorhallen Hamburg vom 2. Juni bis 10. September 2017 eine groß angelegte Ausstellung Bill Violas (*1951 in New York). Der amerikanische Medienkünstler zählt zu den bedeutendsten zeitgenössischen Künstlern weltweit und gilt als einflussreicher Vertreter der Videokunst.


Seit mehr als vier Jahrzehnten hat der »Rembrandt« des digitalen Zeitalters, wie er mal genannt wurde, Installationen, Einkanalwerke, Klanginstallationen, Videoarbeiten auf Flachbildschirmen sowie Arbeiten für Konzerte, Opern und kirchliche Kontexte geschaffen. Mit zahlreichen Projekten und Ausstellungen beispielsweise im Grand Palais in Paris, im Museum of Modern Art in New York, als Vertreter der USA auf der 46. Biennale in Venedig sowie in der St. Pauls Cathedral in London und aktuell im Palazzo Strozzi in Florenz zählt er zu den bedeutendsten zeitgenössischen Künstlern weltweit.
Bill Violas Werke beschäftigen sich mit den zentralen Themen des menschlichen Lebens – Geburt, Tod, Liebe, Emotion und Spiritualität. Sein übergreifendes Interesse gilt mystischen Traditionen, insbesondere denen des Christentums, des Zen-Buddhismus’ und des Islams. Diese Art der Offenheit, die den Körper als Medium für Grenzerfahrungen versteht, spiegelt sich in fast allen Klang-Videoinstallationen des Künstlers, die durch ihre einprägsame transzendente Aura bestechen. Zuweilen ist die Ästhetik von Bill Violas ‚Ultra-Slow-Motion’-Werken an die Ikonografie des Mittelalters oder der Renaissance angelehnt – archaisch und hochästhetisch vermitteln seine einzigartigen Bilder die Erfahrung des Erhabenen und Spirituellen in der globalen Bildsprache des 21. Jahrhunderts. Die Ausstellung ermutigt die Besucher, über die grundlegenden Fragen des Lebens und ihre eigene Existenz nachzudenken.

Dreizehn filmische Werke Violas, darunter monumentale, bis zu 10 Meter hohe Video-Installationen verwandeln die Architektur der abgedunkelten Halle für aktuelle Kunst der Deichtorhallen Hamburg in eine Kathedrale des 21. Jahrhunderts, die zugleich zur herausragenden Bühne für die Aktualität und Inspiration der spirituellen Dimension in der Kunst der Gegenwart wird.
Dafür kann man gern mal Fernsehgebühren zahlen:
Zumal, es ist der Bayerische Rundfunk, der sich was traut:
HINDAFING


6 Folgen, von denen man süchtig werden kann.


THEORIE DES DASEINS

MARC LÜDERS - Werke von 1994 bis 2017

 


Als im 19. Jahrhundert zwei ästhetische Welten aufeinander trafen, waren Wucht und Wirkung dieses Zusammenpralls unübersehbar. Gemeint ist das Aufkommen der Fotografie, die das traditionelle Handwerk der Malerei zu verdrängen und zu ersticken drohte.
Doch aus Bedrohung ist mittlerweile Befruchtung geworden, wie sie das umfangreiche Werk von Marc Lüders zeigt. Von 1994 bis heute führt die Retrospektive in sein Werk, das die beiden ehemaligen Kontrahenten in stets neue Verhältnisse zueinander setzt. In und mit ihnen thematisiert der Künstler politische Inhalte, etwa das berüchtigte Gefängnis Abu Ghraib im Irak, die Frage nach der heutigen Individualität des Einzelnen oder die Landschaft innerhalb eines Spektrums, das von der Romantik bis zur modernen Urbanität reicht. Und dann ist da noch der alte, aus der Antike bezeugte Wettstreit der Malerei am Anfang der Karriere von Marc Lüders: wer malt so wirklichkeitsnah, dass selbst Vögel auf dieses Trompe-l'œil hereinfallen? Die Retrospektive wartet mit einer überraschenden Antwort auf.

Wolf Jahn, Nov 2016
Sehr sehenswert bis 7. Mai in der
Freien Akademie Hamburg
Dienstag bis Sonntag
11-18 Uhr

Der KOTTWITZKeller an der Elbe

Vom 9. April bis 14. Mai zeigen 10 KOTTWITZKünstler- und Künstlerinnen in der Elbschloss-Residenz Malerei und Fotografie.

Auf 200 Metern sind die Arbeiten von Hermann Bödeker, Sven Brauer, Axel Guhse, Michael Meyborg, Ulla Penselin, Claudia Rüdiger, René Scheer, Dieter Tretow, Mona Wolfs und Tanja Soler Zang zu sehen. Ergänzend dazu ein Video von Skrollan Alwert.  
Vernissage: 9. April, 17 Uhr, Elbschloss-Residenz, Elbchaussee 347